Überblick über die Geschichte Israels

Vortrag zur Verkündigungs- und Bibelfreizeit in Eschwege, Ostern 1999

Unter dem Thema "Zuverlässigkeit der Bibel" haben wir nun schon über die Entwicklung der technischen Dinge, wie die Schrift, das Alphabet, die Materialien, die für die Aufzeichnungen notwendig wurden, usw. gehört. (siehe: "Die Entstehung der Bibel")

Die Schriften Gottes lassen sich aber auch inhaltlich auf Wahrheit prüfen. Gott selbst hat uns Menschen geraten, zu prüfen, was Er sagt und was von anderer Quelle stammt. Wir dürfen nicht nur, wie sollen IHN auf Wahrheit prüfen. Was Er vorhersagte, tritt auch ein, was nicht von IHM ist, wird nicht wahr.

Ein lebendiges Zeichen Seines Wirkens ist das von IHM als Beobachtungsbeispiel gewählte Volk ISRAEL. Er hat Israel ins Leben gerufen und Er blieb seither an Israels Seite. In den Aufzeichnungen des Mose wird uns berichtet, wie Gott Abraham aus Ur berief. Abraham war ein gottesfürchtiger Mann und Gott wollte mit ihm arbeiten und aus ihm Sein Volk gründen. Wir kennen zwar alle diese Geschichte, aber ganz kurz will ich sie hier umreißen:

Gott hat zu verschiedenen Zeiten Verheißungen gegeben. Seine erste Verheißung befasst sich mit der Zusage über das Kommen eines Erlösers (1.Mose 3,15). Für die Zeit des Wartens bis zur Ankunft des Erlösers hat Er auch Abraham unter die Verheißung gestellt.

Bei seiner Berufung erhält Abraham eine dreifache Verheißung (1.Mose 12,3)

l einer Gebietszuweisung:

"Und der HERR sprach zu Abram: ‚Gehe aus deinem Lande und aus deiner Verwandtschaft und aus deines Vaters Hause, in das Land, das ich dir zeigen werde" (1.Mose 12,1).

Das war um 1921 v. Chr. Diese Verheißung wiederholte Gott mehrere Male. In 1. Mose 17,8 lesen wir:

"Und ich werde dir und einen Nachkommen nach dir das Land deiner Fremdlingschaft geben, das ganze Land Kanaan zum ewigen Besitz."

Hier wird das Land sogar näher bezeichnet.

l einer großen Nachkommenschaft:

"Und ich will dich zu einer großen Nation machen und dich segnen, und ich will deinen Namen groß machen und du sollst ein Segen sein" (1.Mose 12,2).

l eines Segens, der allen Völkern zuteil werden soll:

"Ich will segnen, die dich segnen, und wer dir flucht, den werde ich verfluchen; in dir sollen gesegnet werden alle Geschlechter der Erde" (1.Mose 12,3).

Abraham wird ein Sohn verheißen (1.Mose 15,1-7)

Weil Abraham der Verheißung glaubt, rechnet ihm Gott dies zur Gerechtigkeit an. Abraham empfängt von Gott das Bundeszeichen der Beschneidung und sein Name Abram wird von Gott in Abraham ("Vater vieler Völker") umbenannt (1.Mose 17,5).

Mehr als 15.000 Steinplatten, die 1975 aus dem alten EBLA-Reich stammend, (älteste aus der Zeit um 2.400 v. Chr.) bei Mardich / Aleppo gefunden wurden, nennen Namen, die auch in der Bibel vorkommen, wie Eber, Israel und Abraham. Auf diese Weise finden wir auch außerhalb der Heiligen Schriften Belege für die Glaubwürdigkeit der Bibelaussagen.

Um das Jahr 2000 v. Chr. macht sich Abraham voller Vertauen auf in das Land der Verheißung: Kanaan.

Tharah, der Vater Abrahams, zog mit Abraham, Sarai und Lot aus Ur fort. Auf dem Weg den Euphrat aufwärts blieben sie zunächst in Haran, wo viele Karawanenstraßen zusammenliefen.

"Da nahm Tharah seinen Sohn Abram.....und sie kamen gen Haran und wohnten daselbst" (1.Mose 11,31.32).

Im Alter von 75 Jahren zog Abraham weiter, dem ursprünglichen Ziel Kanaan entgegen. Außer Tharah, der in Haran starb, begleiteten Abraham alle, die von Ur ausgezogen waren.

"Da zog Abram aus, wie der HERR ihm gesagt hatte....".(1.Mose 12,4-6.9).

Abraham lagerte in Sichem (1.Mose 12,6), wo ihm der HERR das Land Kanaan verheißt (1.Mose 12,7).

Abraham zog weiter in die Gegend zwischen Beth-El und Ai und danach ins Südland.

"Und Abram zog fort, immer weiter ziehend, nach dem Süden. Es entstand aber eine Hungersnot im Lande, und Abram zog nach Ägypten hinab, um sich daselbst aufzuhalten, denn die Hungersnot war schwer im Lande" (1.Mose 12,10).

Er kehrt wieder ins Südland zurück und wandert weit bis nach Beth-El (1.Mose 13,1.3). Hier trennt er sich von Lot, dem er das fruchtbare Jordantal nach dessen Wahl überlässt (1.Mose 13,5-12). Schließlich lässt er sich in Mamre bei Hebron nieder (1.Mose 13,18). Zur Zeit der Wanderung Abrahams herrschten in Ägypten die Pharaonen der 1. bis 6. Dynastie (Thinis; Memphis; Elephantine)

Es dauerte noch 25 Jahre bis Abraham der verheißene Sohn Isaak geboren wurde. Jakob, der später von Gott selbst "Israel" genannt wurde (1.Mose 32,28), zeugte zwölf mit vier Frauen:

Von Lea: Ruben, Simeon, Levi, Juda

von Bilha, der Sklavin Rahels:Dan, Naphthalie

von Silpa, der Sklavin Leas: Gad, Asser

von Lea: Isaschar, Sebulon

von Rahel: Joseph, Benjamin.

Jakobs Sohn Joseph von Rahel wurde von seinen Brüdern an Sklavenhändler verkauft und nach Ägypten verschleppt (1.Mose 37), wo er durch den Pharao zum Obersten über das Land bestellt wurde (1.Mose 39; 1.Mose 41,37-57). Er deutete mit Gottes Hilfe einen Traum des Pharao und sammelte daraufhin sieben Jahre lang Korn in große Speicher als Reserve für eine vorhergesagte Hungersnot. Joseph lebte dort viele Jahre als mächtigster Mann nach dem Pharao, ohne dass sein Vater und seine Brüder davon wussten.

Durch eine Teuerung und der von Joseph vorhergesagten Hungersnot zog Jakob im Alter von 130 Jahren um 1700 v. Chr. mit seiner ganzen Familie nach Ägypten. Jakob starb 147-jährig in Ägypten, nachdem er Josephs Söhne gesegnet und seinen eigenen zwölf Söhnen vorhergesagt hatte, was ihnen in Zukunft begegnen würde. Er macht Juda zum Erben der Verheißung (1.Mose 48 und 49).

Insgesamt wird der Aufenthalt in Ägypten mit 430 Jahren angegeben. Es ist zu beachten, dass hierfür unterschiedliche Daten existieren. Die in unserer Bibel-Ausstellung angegebenen 430 Jahre beginnen mit Abrahams Berufung um 1921 v. Chr. und enden mit dem Auszug aus Ägypten um 1491 v. Chr.

Um ca. 1580 v. Chr. begann ihre Verfolgung und Knechtschaft durch die neuen Herrscher in Ägypten. Man nimmt an, dass es sich um die Hyksos (Hirtenkönige) handelte.

Während der Sklavenjahre in Ägypten wurde Mose geboren. Weil er hier als Verteidiger seiner Volks-Brüder später einen Ägypter erschlug, musste er deshalb aus Ägypten ins Land Midian fliehen. (2.Mose 2). Von dort kehrte er aufgrund der Berufung Gottes nach Ägypten zurück, um Israel aus der Knechtschaft zu führen. Viele Ausgrabungen und aufgefundene Schrifttafeln bestätigen die Hungersnot in Ägypten und bezeugen die klugen Maßnahmen eines Oberaufsehers (Joseph), der das gespeicherte Korn verkaufte und hohes Ansehen genoss.

In einer Nacht, die das spätere Passahfest vorbildet, brechen die Israeliten geführt von Mose auf und gelangen auf Umwegen über die Lagerstätten Sukkoth, Etham und Pihachiroth an das Schilfmeer (2.Mose 12,14).

Der Auszug erfolgte von Raemses ( 2.Mose 12,37) aus. Das Volk wandte sich nicht auf direktem Wege über die alte Philisterstraße nach Kanaan wegen der vielen ägyptischen Grenzbefestigungen. Es zog zunächst nach Südosten zum Berg Sinai, dann nach Nordosten nach Kadesch-Barnea, wo es vierzig Jahre blieb.

Auf dem Berg Sinai erhielt Mose die Zehn Gebote Gottes (2.Mose 31,18).

Auf Umwegen, Moab und Edom erlaubten keine Durchreise, erreichten sie von Osten den Berg Nebo, der zum Jordantal abfällt.

Als Mose 120-jährig im Land der Moabiter starb, übernahm Josua die Führung Israels durch die Wüste.

Hierzu kann noch darauf hingewiesen werden, dass das, was die Bibel über Joseph in Ägypten berichtet, gut überein stimmt mit dem, was Ausgrabungen und andere Quellen über das altägyptische Leben wissen. Laut ägyptischer Funde (siehe Lexikon zur Bibel) übernahm General Haremhab nach dem Tode Echnatons in Memphis die Führung Ägyptens und nach der Spätdatierung des Auszugs der Israeliten haben wir in ihm den Pharao der Unterdrückung zu sehen. Von Pharao Merneptah ist uns die sogenannte Israelsteele erhalten, daraus ergibt sich, dass Israel spätestens um 1270 v. Chr. unter Ramses II Ägypten verlassen haben muss.

Für die Wahrheit der Geschichte des Auszugs sprechen außerdem:

Ägyptische Einflüsse auf israelitische Personennamen (z.B. Moses, Pinehas, Pashur),

Die Bestätigung biblischer Ortsangaben durch die Altertumsforschung in Ägypten (z. B. Raemses, Pithon, Sukkoth),

Die zuverlässige, durch die ägyptische Archäologie erhärtete Nachzeichnung ägyptischer Verhältnisse in den betreffenden biblischen Berichten z. B. Traumdeutung durch Joseph (1.Mose 40,1 ff; 1.Mose 41,8.30.35), Jakobs Reise nach Ägypten (1.Mose 46,6.34) oder Jakobs und Josephs Tod in Ägypten (1.Mose 50,2.26).

Unzählige Reliefs bezeugen die Verhältnisse in Ägypten, z. B. Ziegelbau, Fronvögte als Aufseher und Herrscher über Fremde.

(Quellen: "Die Bibel hat doch recht" / Dr. W. Keller "Völker, Herrscher und Propheten" Verlag DAS BESTE, Weltatlanten zur Bibel).

Die eigentlich Landnahme durfte Josua nach Mose Tod durchführen. Mose sollte das verheißene Land nicht sehen und übergibt sein Amt an Josua (5.Mose 31,1-3).

Nur Josua (vorher ‚Hosea' genannt, 4.Mose 13,16) und Kaleb durften von den Ausziehenden aus Ägypten das verheißene Land sehen, weil sie sich nicht gegen Gott aufgelehnt hatten. Alle anderen Ausgezogenen starben noch in der Wüste und nur deren Kinder zogen unter Josua ins verheißene Land.

Josua erhielt von Gott den Befehl zur Überquerung des Jordans (Josua 1,1-2,1). Die Wasser blieben in dem Augenblick flussaufwärts stehen, als die Priester mit der Bundeslade in den Fluss traten.

Jericho fällt, wie wir alle wissen, durch ein Wunder (Josua 5,13- 6,27).

In der Schlacht von Gibeon fällt der Südteil des Landes an Israel (Josua 10).

Der Nordteil des Landes gelangt durch die Einnahme von Hazar (Josua 11) in Israels Hände. Obwohl noch viele Gebiete in der Hand der Kanaaniter verbleiben, erfolgt die Aufteilung des Landes (Josua 13).

Josua selbst erhielt die Stadt zum Erbteil, um die er gebeten hatte, Thimnath-Serah, auf dem Gebirge Ephraim (Josua 19,49-51).

Israel hatte Gott selbst zum König und Führer. Schließlich verlangt Israel aber nach einem König aus seinen Reihen, um den anderen Nationen gleich zu sein. Zunächst gibt ihnen Gott Saul. Als dieser scheiterte, erwählte er David. Um 1010-970 v. Chr. fordert JAHWE Samuel, einen Propheten und bedeutenden Richter, auf, einen neuen König zu salben.

Durch König Salomo, Davids Sohn, wird JAHWES Versprechen auf Fortsetzung der Königsherrschaft durch Davids nachkommen erfüllt (2.Sam 7,16) So erhält auch Rehabeam , Salomos Sohn, die Königswürde in der Stadt Davids. Es war König Salomo, der den schon von David durch Materialsammlungen vorbereiteten Tempelbau vornahm.

Das Volk Israel hielt sich nicht an Gottes Gebote, sich der Bräuche der umliegenden und eroberten Nationen fernzuhalten. Es kam zum wiederholten Abfall von JAHWE. Gott sandte immer wieder Propheten, um Israel zu warnen und kündigt schließlich die Gefangenschaft der Israeliten durch Babylon an. In Jeremia 1,16 lesen wir:

"Ich will mein Gericht über sie ergehen lassen um all ihrer Bosheiten willen, dass sie mich verlassen und anderen Göttern opfern und ihrer Hände Werke anbeten."

Diese Prophetie findet Erfüllung im Jahr 586 v. Chr. Jerusalem wurde erobert, zerstört und entvölkert. Große Teile der Bevölkerung wurden nach Babylon deportiert. Aber auch die Rückkehr wurde vorhergesagt. In Jesaja 40,2 lesen wir:

"Redet mit Jerusalem freundlich und predigt ihr, dass ihre Knechtschaft ein Ende hat, dass ihre Schuld vergeben ist."

So geschieht es, dass fast 50 Jahre nachdem König Nebukadnezar Jerusalem erobert hatte, im Jahre 539 v. Chr. Cyrus Babylon einnimmt und damit das ganze Babylonische Reich neu ordnet.

Um 538 v. Chr. erließ er ein Dekret, welches den Juden erlaubte, nach Jerusalem zurückzukehren und den Tempel des HERRN wieder aufzubauen. Viele Juden kehrten jedoch nicht zurück und blieben in der Diaspora. Die prägenden Propheten dieser Zeit waren Haggai, Joel, Sacharja und Maleachi. Sie stärkten das Volk und gaben ihm prophetische Hoffnung beim Wiederaufbau.

Dem persischen Weltreich folgte nach vielen Schlachten mit den Griechen (513-333 v. Chr. unter Alexander dem Großen) das Griechische Weltreich. Alexander der Große starb 323 v. Chr. mit nur 33 Jahren. Von da an spielte die griechische Sprache und Kultur auch in Palästina eine prägende Rolle. Das griechische Gedankengut drang auch tief in die jüdische Gesellschaft ein.

Gemäß dem Bildnis des Daniel (Standbild im Traum Nebukadnezars - Daniel 2) und in Erfüllung seiner Prophetie an König Nebukadnezar gewinnen nun die Römer nach und nach die Herrschaft über das ehemalige griechische Reich. Korinth fiel 146 v. Chr., Athen 86 v. Chr. Im letzten Jahrhundert vor Christus eroberte Julius Cäsar Gallien und Pompejus brachte Syrien und Kanaan, Palästina genannt, unter römische Herrschaft. 63 v. Chr. besetzte er Jerusalem. Die Römer brachten den von ihnen beherrschten Ländern ein Rechtssystem, Ordnung und Stabilität. Der Frieden wurde durch Garnisonen aufrecht erhalten. 27. v. Chr. wurde Oktavian der erste Kaiser des Römischen Reiches. Er nannte sich selbst Augustus. Während seiner Herrschaft wurde Christus geboren.

"Als die Zeit reif war" kam Jesus. Die Religionen der klassischen Antike hatten sich als hohl erwiesen. Die alten Götter der Griechen und Römer waren mit den Mysterienreligionen verschmolzen, die ihrerseits ein Gemisch traditioneller heidnischer Erd- und Fruchtbarkeitskulte und allgemeinen Geisterglaubens darstellten.

Nach der griechischen Philosophie und dem römischen Materialismus suchten die Menschen nun nach mehr geistigen Antworten. Viele Nichtjuden fühlten sich vom jüdischen Glauben angezogen. Aufgrund des römischen Friedens konnte sich das Evangelium schnell im ganzen römischen Reich verbreiten.

Bis zur Erscheinung des Erlösers finden wir schriftliche Zeugnisse im Alten Testament. Nun lassen sich aber auch diese Jahrtausende alten Prophezeiungen bis in unsere Zeit an diesem Beobachtungsbild ISRAEL weiter verfolgen und auf Wahrheit prüfen. Wie bei Lukas 19,43.44 nachzulesen ist, wird Israel die Zerstreuung vorausgesagt: "Denn es wird eine Zeit über dich kommen, da werden deine Feinde um dich einen Wall aufwerfen, dich belagern und von allen Seiten bedrängen. und sie werden dich und deine Kinder in dir zerschmettern und keinen Stein auf dem anderen lassen."

Im römisch-jüdischen Krieg (66-70 n. Chr.) wird Jerusalem belagert, mit einem Wall eingeschlossen, der Tempel geht in Flammen auf, die Bewohner werden als Sklaven verkauft. Die endgültige weltweite Zerstreuung der Juden findet ca. 135 n. Chr. statt, wie bei Flavius Josephus nachzulesen ist (Römischer Geschichtsschreiber).

Die Verfolgung und Zerstreuung wurde Israel schon zu Zeiten Mose für den Fall ihres Ungehorsams vorausgesagt. 5.Mose 28,6-9:

"Morgens wirst du sagen: ach, dass es Abend wäre, und abends wirst du sagen: ach, dass es Morgen wäre, vor Furcht deines Herzens, die dich schrecken wird und vor dem, was du mit deinen Augen sehen wirst."

Israel tötet nicht nur seinen von Gott vorgesehenen Retter Jesus, weil es blind bleibt und Gottes Wege nicht erkennen will, es tötet und verfolgt weiterhin die vom Erlöser eingesetzten Prediger und Apostel. Bei Jeremia 16,16 lesen wir, dass Gott ihnen viele Jäger senden wird, die sie jagen sollen von jedem Berg und von jedem Hügel. Wir wissen alle, dass die eben zitierten Vorhersagen in den Jahrhunderten wortwörtlich eintrafen und in der Nazizeit in den Gaskammern gipfelte.

Gottes Wille aber war es, Israel weiterhin als Vorbild und Beispiel und Beweis für Sein Wirken zu erhalten und so weissagte Er durch Propheten zwar die Verfolgung, aber auch die Erlösung und Errettung Seines Volkes. Jeremia 30,11.17 liest sich so:

"Denn ich will mit allen Völkern ein Ende machen, unter die ich dich zerstreut habe , aber mit dir will ich nicht ein Ende machen."

"... aber dich will ich wieder gesund machen und deine Wunden heilen."

Weder Zerstreuung noch Verfolgung über fast 2000 Jahre noch Holocaust haben dieses Volk auszulöschen vermocht. Im Gegensatz zu vielen anderen untergegangenen Volksstämmen, wie z. B. den Goten, Kelten, Mauren, überlebte Israel als Volk ohne eigenes Staatswesen und ohne eigenes Land!

Dazu musste Israel aus der Zerstreuung gerufen und gesammelt werden und ihm ein Land, das Abraham zugesagte nämlich, gegeben werden. Jeremia 30,15 spricht deshalb von der Rückkehr Israels:

"So wahr der HERR lebt, der die Israeliten geführt hat aus dem Lande des Nordens und aus allen Ländern, wohin er sie verstoßen hatte. Denn ich will sie zurückführen in das Land, das ich ihren Vätern gegen habe."

Die wohl bemerkenswerteste Erfüllung eines göttlichen Versprechens nimmt ihren Lauf: 1870 beginnt die Rückkehr der Juden nach Palästina, forciert durch die Zionismusbewegung, ins Leben gerufen von Theodor Herzl (Wiener Journalist 1860-1904). 1922 bestätigt der Völkerbund das englische Mandat über Palästina. 1937 empfiehlt die Peel-Kommission die Teilung Palästinas zur Errichtung eines jüdischen Staates. 1947 nimmt die UNO-Vollversammlung den Teilungsbeschluss an , der die Errichtung eines jüdischen Staates vorsieht und diesen Entschluss allen notwendig erscheinen lässt nach der Verfolgung im III. Reich.

Die eigentliche Staatsgründung erfolgte am 14.5.1948 durch die Proklamation des Staates Israel, ganz gemäß der Prophetie des Hesekiel Kapitel 11, Vers 17:

"Ich will euch zusammenbringen aus den Völkern und will euch sammeln aus den Ländern, in die ihr zerstreut seid, und will euch das Land Israel geben."

Am 25. Januar 1949 erfolgen die ersten Wahlen zur Knesset des neuen Staates Israel und am 5.6.1950 verbrieft die Annahme des Rückkehrgesetzes jedem Juden das Recht, sich in Israel niederzulassen. Der kleine Staat Israel überlebte bis heute trotz vier großer Kriege und ständiger Bedrohung durch seine Nachbarstaaten. Es gab:

1948 den Unabhängigkeitskrieg,

1956 die Sinai-Krise,

1967 den berühmten 6-Tage-Krieg und

1973 den Yom-Kippur-Krieg.

Alle Völker sollten das bemerken und aufhorchen, wenn Sacharja 2,12 voraussagt:

"Denn so spricht der Herr Zebaoth, der mich gesandt hat, über die Völker, die euch beraubt haben: Wer euch antastet, tastet meinen Augapfel an..."

Alle Welt müsste diese Erfüllungen bemerken, man bemerkt es aber nicht. Nicht einmal die Kirchen sehen es so. Man sieht dahinter nicht die Hand Gottes und begeht weitere Fehler, sowohl die Juden als auch die Nationen.

Noch immer ist dieser winzige Staate in der Mitte der Kontinente täglich in den Nachrichten, reibt sich die Weltpolitik an ihm, aber

"Und es wird geschehen, an jenem Tage, da mache ich Jerusalem zu einem Laststein für alle Völker: Alle, die ihn hochstemmen wollen, werden sich wund reißen..." spricht Gott JAHWE durch Sacharja 12,3.




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