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Die neue "Bescheidenheit" des Klerus

[Kreiszeitung] Die Feier zum 85. Geburtstag des Papstbruders Georg Ratzinger in der Sixtinischen Kapelle im Vatikan kostet das Bistum Regensburg laut "Focus" 100.000 Euro. Eingeflogen werden hierzu 90 Regensburger Domspatzen und das Linzer Barockorchester.

 


Forschung an embryonalen Stammzellen ist ethisch nicht vertretbar...

[cn] ...sagt Prof. Jörn Bullerdiek, Leiter des Zentrums für Humangenetik an der Universität Bremen. "In vielen Teilen des Körpers befinden sich Zellen, die in Stammzellen umgewandelt werden können". Alice Bachmann schreibt in der Kreiszeitung, dass hinter dieser Forschung die Hoffnung steht, aus eigenen Zellen der Patienten durch genetische Veränderungen Stammzellen herzustellen, die dann zur Regeneration zum Beispiel von Knorpel im Knie oder dem Herzmuskel benutzt werden können. "Dazu müssten die neu gebildeten Stammzellen an die Stelle im Körper gespritzt werden, wo ein Schaden entstanden ist", sagte Bullerdiek. Er sehe keine Notwendigkeit für die embryonale Stammzellenforschung. Es sei ethisch nicht vertretbar, Kraft und Energie darauf zu verschwenden, in großen Mengen embryonale Stammzellen zu haben, weil die Forschungsarbeiten in diesem Bereich bisher keine Hoffnung auf sinnvolle Ergebnisse gemacht haben. Wobei der Professor die gesamte, weltweite Forschung mit embryonalen Stammzellen meint. Für ihn macht es aus wissenschaftlicher Sicht mehr Sinn, in andere, vielversprechendere Forschungen zu investieren.

 


Kritik an der "Volxbibel"

[cn] Aus der evangelischen Jugend kommt scharfe Kritik an der „Volxbibel“ – einer Übertragung des Neuen Testaments in moderne Jugendsprache. Herausgekommen ist „leider ein ziemlich gruseliges und peinliches Elaborat – sprachlich, theologisch und geistlich“, schreibt der Referent für Theologie, Bildung und Jugendsoziologie der Arbeitsgemeinschaft der Evangelischen Jugend (aej), Michael Freitag (Hannover), in der aej-Zeitschrift.
"Diese gotteslästerliche ‚Bibel’ entspricht in keiner Weise dem, was von der Schrift als Orientierung für Christen und Nichtchristen zu erwarten ist. Sie eint nicht, sie spaltet. Sie baut nicht auf, sie zersetzt", heißt es in einer Stellungnahme des AfeT-Referenten (Arbeitskreis für evang. Theologie) Herbert Klement und des Dozenten Pfarrer Stefan Felber vom Theologischen Seminar St. Chrischona/Bettingen bei Basel. Die Volxbibel gebe Mission und Evangelisation keinen Schub, sondern einen "Rückenschuss".
Scharfe Kritik an der neuen Volxbibel übte auch der Arbeitskreis bibeltreuer Publizisten. Die Übertragung des Neuen Testaments in Jugendsprache enthalte eine zum Teil unflätige Sprache. In einer in Dillenburg veröffentlichten Erklärung heißt es laut 'idea': "Keine andere der sogenannten Buchreligionen würde auf den Gedanken kommen, ihre heiligen Schriften so zu pervertieren."

 


Pax Christi kritisiert Seligsprechung von Kardinal Galen

[kna] Kritik an der Seligsprechung von Kardinal Clemens von Galen (1878 - 1946) hat Pax Christi geübt. Der in der NS-Zeit als "Löwe von Münster" bekannt gewordene Kardinal eigne sich als Seliger nicht zum Vorbild im Glauben, erklärte die katholische Friedensorganisation. Der Kardinal habe als "Nationalist und Antidemokrat" nie den Sinn von Hitlers Angriffskriegen in Frage gestellt, sondern die Soldaten zu "Treue, Gewissenhaftigkeit und Opfermut" aufgerufen. Dies schmälere aber nicht Galens Verdienst, öffentlich gegen das NS-Euthanasieprogramm protestiert und damit die "Mauer des bischöflichen Schweigens" durchbrochen zu haben.

 


Noch so ein "Werte"-Buch

[cn] Der Begriff "Heuchelei" lässt sich tatsächlich steigern! Nach Andreas Dippel, Wolfgang Baake und Peter Hahne, schrieb auch Kai Diekmann, der katholische Chefredakteur der BILD-Zeitung, ein so genanntes "Werte"-Buch, das der Gesellschaft positive Werte vermitteln will. Mag auch der Inhalt des Buches sinnvolle Gedankenanregungen geben und entsprechend salbungsvoll formuliert sein - dennoch: wie glaubwürdig ist der Inhalt, wenn man sich die tagtäglichen Früchte seines "Schaffens" vor Augen hält, für die er verantwortlich zeichnet? Das eigentliche Problem jedoch liegt viel tiefer: Es ist die Haltung der "christlichen" Medien - ob katholisch oder evangelisch (Beispiel: Medienmagazin "pro") - die nicht mit einem einzigen Wort die menschenverachtende Berichterstattung und Anzeigenveröffentlichung der Zeitung mit den vier großen Buchstaben rügt, dafür aber das Buch von Herrn Diekmann als "Werte"-Buch empfiehlt. Sind dies weitere Auswirkungen der Ökumene, oder sind einfach nur "Schmiermittel" geflossen? Wir werden es wohl nicht erfahren. Womit überraschen uns die Organe der Staatskirchen als nächstes? Das "Wort zum Sonntag", gesprochen von Dieter Bohlen?

 


Jubelstimmung bei den Großveranstaltungen

[cn] Papstwahl, Weltjugendtag und Katholikentag: Wer staunt nicht über die neue 'Christlichkeit' in der Bevölkerung und in den Medien, die diese Ereignisse (auf Einladung der Kirche) nahezu perfekt 'verkaufen'? Das evangelikale Nachrichtenmagazin 'idea' titelte gar: "Sind wir alle katholisch?" Dennoch sind die eklatanten Irrlehren von Ablass und Anrufung der 'Gottesmutter', wie auch der Trinität-Gottheit, weiterhin offensichtlich. Andere Irrlehren wurden einfach neu verpackt: Das Buß-Sakrament heißt nun "Sakrament der Versöhnung". Die katholische Theologie ist sehr bemüht unbiblische Lehren zeitgemäß zu vermitteln, damit kritisches Hinterfragen anhand der Bibel unterbleibt. Doch viele 'Gläubige' lassen sich von der gefühlsbeladenen Euphorie, die sich auf die Person Papst konzentriert (und die nur Christus zustände), gerne anstecken. Nicht wenige Besucher schauen mit einem entschuldigenden Blick in die TV-Kamera und bekennen, sie seien zwar evangelisch oder völlig ungläubig, aber es sei eine "geile Stimmung hier!", oder sie seien "nur auf der Suche nach einem Partner fürs Leben", usw. Begeisterung der Massen ist nicht das biblische Kennzeichen eines authentisch-christlichen Glaubens – ganz im Gegenteil: Gerade die für unmöglich gehaltenen großen Zeichen unserer Zeit sind es, die zum Nachdenken anregen sollten um das zu prüfen, was auf die Gläubigen einströmt und sei es noch so massenwirksam (vgl. Matt 24,24 und Offb 13,13).
Das Nachrichtenmagazin DER SPIEGEL veröffentlichte zum Thema: "Gläubige, verzweifelt gesucht - Heimkehr des Papstes in ein unchristliches Land" [34/22.08.05] einige interessante Leserbriefe, die hier nachzulesen sind.

 


Referat zum Thema: Urchristentum

[cn] Die Schüler Roland Schirmer, Adrian Slosorz und Christopher Lennartz, des Don-Bosco-Gymnasiums, Essen an der Ruhr (9. Klasse) sandten uns ein Referat zum Thema: Urchristentum zu. Wir bedanken uns auf diesem Wege recht herzlich für ihre Bemühungen und veröffentlichen die gute Arbeit auf unseren Seiten. Der Text des Referats ist hier nachzulesen.

 


Eine Bibel nach eigenem Ermessen?

[cn] Eine Pressemeldung, vom 9. September 2005 [mt] macht offensichtlich, was längst vermutet wurde. Die römisch-katholische Kirche übersetzt den Text der Bibel unter Berücksichtigung der katholischen Glaubenslehre und fordert dies auch von anderen Konfessionen, die an der Einheitsübersetzung der Bibel mitwirken. Eine entsprechende Instruktion erging aus dem Vatikan. Eine solche Grundvoraussetzung wird der Souveränität der Bibel nicht gerecht. Maßgeblich für das richtige Verständnis der Heiligen Schrift ist die Schrift selbst und das Wirken des heiligen Geistes, aber kein mit Irrlehren zersetztes 'Lehrgebäude' (2.Joh 8+9).

 


Zölibat mit Schlupflöchern?

[cn] Die Ehe zwischen dem umstrittenen katholischen Erzbischof Emmanuel Milingo (71) und der Moon-Sekten-Anhängerin Maria Sung (43) endete so spektakulär, wie sie drei Monate vorher begonnen hatte. Die Affäre hatte im Vatikan für große Missstimmung gesorgt. Sie hatte dazu geführt, dass die katholische Kirche in bisher für völlig undenkbar gehaltene offene Verhandlungen mit einer Sekte treten musste. Sowohl Milingo als auch Sung waren am Schluss nach Ansicht von Beobachtern nur noch Marionetten. Bisher wurde noch nicht bekannt, wie die Auflösung der Ehe kirchenrechtlich begründet wird und worüber überhaupt verhandelt wurde. Ist diese neue Art von "Familienplanung" richtungsweisend für neue Priesteramtskandidaten, die gerne einmal kurz die Ehe testen wollen, um anschließend wieder in den Schoß der Kirche zurückzukehren? Jedenfalls lässt diese Eskapade die Sinnlosigkeit des Pflichtzölibats erkennen. Die Bibel übrigens warnt vor denen, die die Heirat verbieten (1. Tim 4, 3)...

 


Schuldbekenntnis relativiert

[cn] Das Schuldbekenntnis des damaligen Papstes Johannes Paul II. und die Bitte um Vergebung für die begangenen Greuel, die im Namen der Christenheit von Seiten der Röm.-Kath. Kirche begangen wurden, war kurz darauf nachträglich vom damaligen Kardinal Ratzinger (heute: Papst Benedikt IVX) relativiert worden. Zwar leugne niemand die Schuld Einzelner in der Kirche, doch bliebe die "Heilige Kirche" von jeder Schuld befreit, so Ratzinger - eine zweifelhafte Reue. [Quelle: "Kirchenfürsten", Hessischer Rundfunk, 24.12.2000]

 


Gnade oder Ablass

[cn] Unmittelbar nachdem die Differenzen zum Thema 'Ablass oder Gnade' zwischen katholischer und evangelischer Kirche scheinbar beigelegt wurden, erhielt der ev. Bischof Krause, anlässlich des sog. heiligen Jahres, eine Einladung zur Gebetswoche. Bischof Krause kam in den Vatikan und wurde sogleich, zusammen mit anderen Gästen, - man glaubt es kaum - mit einem Ablass bedacht. In einer Ansprache des damaligen Papstes Johannes Paul II. erfuhren die Teilnehmer, dass "Ablass nur ein anderes Wort für Gnade und Barmherzigkeit" sei. Für viele evangelische Theologen eine Ohrfeige und Unverständnis darüber, dass Bischof Krause überhaupt in den Vatikan gefahren war.[Quelle: KulturZeit, vom 17.01.2000]

 


Ein Atheist denkt um: Es gibt einen Schöpfergott

[idea] Der führende atheistische Denker der Gegenwart, der britische Philosophieprofessor Antony Flew, hat im 82. Lebensjahr seine Weltsicht geändert. Aufgrund wissenschaftlicher Erkenntnisse glaubt er jetzt an die Existenz eines Schöpfergottes. Die weitgehende Entschlüsselung des Erbgutes zeige eine "fast unglaubliche Komplexität", die nötig sei, um Leben zu schaffen, so dass eine Intelligenz dahinter stehen müsse, erklärt Flew in einem Video. Er nähert sich damit der Vorstellung des "intelligenten Designs" - einer auch von manchen Christen vertretenen Auffassung, die die Vorstellung einer fortschreitenden Entwicklung der Natur mit einem Schöpfergott verbindet. Der Darwinismus, der die Evolutionstheorie hervorbrachte, reiche zur Erklärung nicht aus, sagt Flew und revidiert damit seine frühere Auffassung. Der Philosoph, Sohn eines Methodistenpastors, hat seit seinem 15. Lebensjahr die Existenz Gottes abgestritten. 1950 legte er seine Sicht in dem vielbeachteten Artikel "Theologie und Fälschung" dar. [...] Der Auferstehung Jesu gesteht er die höchste Eindeutigkeit unter allen Wundern der Weltreligionen zu. Wenn er die Wahl hätte, würde er das Christentum anderen Religionen vorziehen.

 


Ein weiterer Beleg für die Sintflut?

[cn] Der Molekulargenetiker Svante Pääbo stellt fest, dass der Homo sapiens sapiens hinsichtlich seiner Gene einer der einheitlichsten Arten der Welt ist. Zwei beliebige Menschen, die irgendwo auf der Welt leben, sind miteinander viel näher verwandt als zwei Schimpansen, die geographisch nahe nebeneinander in Afrika leben. Man vermutet einen Flaschenhals-Effekt, der erst "vor kurzem" durchschritten worden sein soll. Möglicherweise stand der Homo sapiens vor dem Aussterben. Die bunte Vielfalt der über sechs Milliarden heutigen Erdenbürger ist letztlich auf eine kleine Menschen-Gruppe zurückzuführen [mt, 25. Nov. 2004]. Sollte die Bibel letztlich doch recht behalten?

 


1.200 Jahre Bistum Münster - (k)eine "Liebesgeschichte"

[cnn] Den Kern der christlichen Botschaft wollte das Bistum Münster in den Mittelpunkt seiner Feiern zum 1.200-jährigen Bestehen im Jahr 2005 stellen. "Eine Liebesgeschichte - 1200 Jahre Bistum Münster" lautete das Leitwort des Jubiläumsjahres, das Bischof Dr. Reinhard Lettmann vor Journalisten präsentierte. Gerade kirchliche Insider hatten mit Verweis auf die dunklen Seiten der Kirchengeschichte mit Unverständnis auf dieses Motto reagiert – nicht zu unrecht. Der Geistliche aber gab zu bedenken, dass auch jede menschliche Liebesgeschichte von Krisen gekennzeichnet sei. Dies gelte in gleicher Weise für 1200 Jahre Bistumsgeschichte. Entscheidend sei das Durchhalten und die Treue - "in guten und in schlechten Tagen", so Dr. Schumacher, der münstersche Stadtdechant.
Es darf angemerkt werden, dass die wirklich "schlechten Tage" in erster Linie auf Seiten des Volkes, der bewussten Gläubigen, aber nicht in der Bistums- bzw. Kirchenleitung zu finden waren! Die Achtung vor den Opfern der Kirche und des Schwertes verbietet es, hier (in Anlehnung an) das Hochzeitsversprechen: "In guten, wie in schlechten Zeiten" anzuwenden, da die Menschen vor über 1.200 Jahren sich nicht freiwillig mit der Kirche "verheiraten" wollten, wie suggeriert werden soll. Als Repräsentant der "Bekehrer" steht es dem Bistum nicht zu, von einer Liebesgeschichte zu sprechen, während die "Bekehrten" den Mund nicht mehr öffnen können. Repräsentanten der Opfer gibt es nicht mehr.
Der Begriff: "Liebesgeschichte" erscheint wie Watte, die über die Geschichte gelegt werden soll.
Die dunklen Kapitel der Geschichte und der Lehre dürfen
hier genannt werden...

 


Volkskirche ohne Volk

[cn] In seinem Buch: "Volkskirche ohne Volk" beschreibt der ehemalige Bundesminister Hans Apel die derzeitige Situation der EKD sowie der Kirchengemeinden vor Ort. Er kritisiert das zur Zeit vorherrschende Motto: Bei uns ist alles möglich und kann kirchlich abgesegnet werden. Immer mehr verliert sie ihren besonderen Charakter und liefert kaum noch Argumente, um in einer Kirche zu bleiben, die ihre christliche Kernsubstanz aufgibt. Sie sei kaum mehr als der Abklatsch unserer zerfaserten, profillosen Gesellschaft. Anhand von Daten und Fakten belegt Apel seinen Entschluss, sich von dieser Kirche zu lösen und räumt auf mit Beruhigungsfloskeln, die das "Kirchenvolk bei der Stange" halten soll. (Beispiele:)

"Für ihr weit gespanntes Netz ihrer Sozialeinrichtungen - Kindergärten, Altenheime, Krankenhäuser - zahlen der Staat und die Benutzer bis zu 95 Prozent der anfallenden Kosten. Insofern werden die Kirchensteuerzahler systematisch belogen, wenn ihnen vorgegaukelt wird, nur durch ihre Zahlungen würde die sozialkaritative Arbeit der beiden Großkirchen ermöglicht" (S. 131) Oder zum Thema Ehe und gleichgeschlechtlche Partnerschaften: "'Der Zwang zur Einehe sollte abgeschafft werden.' Dem stimmen nur wenige zu, aber auch einige Pastoren. 'Auch gleichgeschlechtliche Paare sollten heiraten können.' Diese Forderung findet bei den Theologen große Unterstützung." (S.113) Oder zur Rolle der Gemeindepfarrer: "Die Verunsicherung von Pfarrerin und Pfarrer in ihrer Praxis korrespondiert zunehmend mit einem Unbehagen an ihrer Wertigkeit. Es ist bisweilen die Erfahrung, dafür gebraucht zu werden, was andere ebenso gut leisten können, und dafür nicht gebraucht zu werden, wozu man ausgebildet ist... Das in Bibel und Bekenntnis begründete Christentum vergeht. Es wird in den Gemeinden nur von wenigen getragen. Sie ärgern sich zwangsläufig über einen Pfarrer, der zum Würstchenbrater wird." (S. 153-154)

Hans Apel fordert eine Rückbesinnung zu den christlichen Werten - zum Ursprung, lässt aber diese urchristlichen Prinzipien unerwähnt, die uns wichtig erscheinen [z.B. Erwachsenentaufe, die dringend erforderliche Abkehr vom Dreieinigkeits-Dogma (im Sinne H. Küngs) und der Philosophie von der unsterblichen Seele (Auferstehung, statt Besitz der Unsterblichkeit), Verkündigung des kommenden Reich Gottes auf Erden, usw]. Über seine Rolle als ehemaliger Verteidigungsminister geht Apel leider allzu großzügig hinweg. Dennoch ist das Buch wichtig für suchende und kritische Christen, die in der evangelischen Landeskirche vergeblich nach festen Grundlagen suchen. [Brunnen-Verlag, ISBN 3-7655-1845-X]

 



Kein Angler-Latein

[mt] Für 100 Dollar können Angler bald ihr Glück am Toten Meer versuchen. Eine Gruppe christlicher Unternehmer aus England hat sich in Israel erfolgreich um eine Lizenz für den leblosen Salzsee bemüht. Die Behörden hielten den Antrag anfänglich für einen Scherz und später für verdächtig: Sie schalteten das Militär ein. Schließlich überzeugten die frommen Unternehmer die skeptischen Beamten mit einer Bibelstelle. Der Prophet Hesekiel sagt darin voraus, dass "die Wasser des Meeres gesund werden". "Von Ejn Gedi bis Ejn Eglaim werden Plätze sein zur Ausbreitung der Netze" und die Fische werden "sehr zahlreich" sein.

 



Theologen kritisieren "Gute Nachricht" und "Hoffnung für alle": Die Bibel wird säkularisiert.

[idea.de] Drei evangelische Theologen aus Deutschland und der Schweiz, der Neutestamentler Prof. Peter Wick (Bochum), der Pfarrer am Baseler Münster, Dr. Bernhard Rothen, und der Alttestamentler Dr. Stefan Felber (Theologisches Seminar St. Chrischona Basel), übten an den modernen Bibelübersetzungen "Die Gute Nachricht" und "Hoffnung für alle" Kritik. Der Vergleich zwischen dem Bibeltext in den Ursprachen und den klassischen Bibelübersetzungen auf der einen und den modernen Bibelübersetzungen auf der anderen Seite zeigt unter anderem, dass an vielen Stellen, wo Gott die handelnde Person ist, der Mensch diese Stellung einnimmt. Wichtige Dimensionen des Bibelwortes werden verdrängt, wie die Heiligkeit und die Herrschaft Gottes und die Knechtschaft seiner Erwählten. Wo der Glaube gefragt ist, wird dies mit einem Erkennen, Erfahren oder Erleben gedeutet (Anm. d. Red. Anpassung an den Zeitgeist?). Das gute Gefühl wird zum Maßstab, und man verlangt, dass möglichst alles unmittelbar verständlich und anwendbar sein müsse. Es lässt sich gut begründet behaupten, dass die modernen Bibelausgaben die aufklärerische Kritik an Form und Autorität in den Bibeltext eintragen. Die Bibel wird säkularisiert.

Wer im Glauben wachsen und reifen will, muss sich einer klassischen Bibelübersetzung anvertrauen und darf dies vertrauensvoll tun (z. B. Luther, Zürcher, Schlachter, Elberfelder). Dass uns solche zuverlässigen Bibelübersetzungen gegeben sind, verdanken wir nicht einer bestimmten Methode, sondern dem Wirken des Geistes, das an Pfingsten offenbar geworden ist. Er bewirkt, dass dieses Wort in der Gemeinde vernommen und recht beurteilt werden kann (1. Korinther 2, 13).

Als Bibelleser sollen die Glieder der Glaubensgemeinschaft aber mündig und urteilsfähig werden. Das Mittel, durch das die evangelischen Christen eine Freiheit zum Protest auch gegenüber den Pfarrern, Gemeindeleitern und den gesellschaftlichen Normen und Trends erhalten, ist die Heilige Schrift. Dazu müssen sie aber zuverlässig wissen können, was geschrieben steht.

 


Turiner Grabtuch definitiv gefälscht

[cn] Die Fälschung des Tuches geht - und das mag verwundern - auf das Mittelalter zurück. Englische Wissenschaftler haben nachgewiesen, dass ein lichtempfindlich gefertigtes Tuch in eine dunkle Kammer gehängt wurde. Durch ein kleines Loch fiel das Licht eines entsprechend präparierten Leichnam, der in einem bestimmten Abstand zur Kammer "aufgehängt" wurde. Nach etwa drei Tagen, konnte das Tuch abgenommen und fixiert werden. Der Leichnam erschien dreidimensional! Dennoch muss das Tuch vor- oder nachher seinen Weg in das Heilige Land angetreten haben, da eindeutige Spuren entsprechender Pflanzen - die nur in Israel wachsen - auf dem Tuch entdeckt wurden (vielleicht als Kreuzzugs-Reliquie?).

Das Turiner Grabtuch ist der Beweis, dass Grundwissen der Photografie bereits im Mittelalter bekannt war und später wieder in Vergessenheit geraten ist. In Vergessenheit geratene Erkenntnisse aus dem MA, die erst sehr viel später wiederentdeckt wurden, stellen keine Besonderheit dar. (Beispiele: hier: Kamera obskura oder Linse zum Abbilden der Wirklichkeit auf Leinwand) [TV-Sendung: PRISMA, NDR, November 2002]
Zudem stellt die These, dass es sich bei der Person auf dem Leichentuch um Jesus Christus handeln soll, einen eklatanten Widerspruch zum Evangelium dar. Nach Johannes 20,6-7 wurde der Leichnam in mehrere Tücher gewickelt, das Schweißtuch (welches den Toten aufs Gesicht gelegt wurde) sogar separat zusammengewickelt - es handelte sich also nicht um ein großes Leichentuch. Solche Reliqien nützen besonders der Römischen Kirche, die immer schon mehr Wert auf sichtbare 'Zeichen', als auf das zuverlässig überlieferte Wort der heiligen Schrift gelegt hat. Auf ihrem Weg zur führenden Weltkirche, mag ihr solche 'Beweise' sicherlich sehr entgegen kommen.
Rom ist bekannt dafür, alle möglichen Reliquien angeblich aus der Zeit Jesu zu liefern, von den Nägeln, Schweisstüchern bis zu Holzsplittern aus dem Kreuz Christi (die es in einer Menge gibt, dass ganze Wälder an Kreuze sich daraus rekonstruieren ließen). Und noch ein Widerspruch: Das Schweißtuch der Veronika beispielsweise, auf dem sich das Gesicht Jesu auf wundersame Weise eingeprägt haben soll, war einst die kostbarste und meistverehrteste Reliquie der Christenheit. Nur, dort ist ein völlig anderer Jesus abgebildet als der auf dem Turiner Grabtuch...

 


Unfassbare Terroranschläge auf New York City und Washington. Sind Sie verängstigt? Ist Gott schuld daran? Wünschen Sie eine biblische Antwort?

[cn] Am Dienstag, den 11. September 2001 erschütterte eine beispiellose Terrorserie die USA. Bei der schlimmsten Anschlagserie seit Menschengedenken sind in den USA vermutlich Tausende von Menschen ums Leben gekommen. Innerhalb weniger Minuten rammten zwei Flugzeuge die Zwillingstürme des New York World Trade Center, die kurz darauf vollständig in sich zusammenstürzten. Ein weiteres Flugzeug raste in das US-Verteidigungsministerium "das Pentagon" bei Washington, das ebenfalls teilweise einstürzte und danach in Flammen stand. Später stürzte bei Pittsburgh eine Boeing 747 ab. Die Geheimdienste vermuten, dass der Terroristenführer Osama bin Laden der Drahtzieher der Anschläge ist.

Wollen Sie eine schnelle einfache Antwort, warum das geschehen ist? Von uns werden Sie keine schnelle Antwort erhalten. Denn hinter diesem Geschehen steckt mehr als ein grausamer Terrorakt fanatischer Extremisten. Dieses Ereignis ist ein Teil der Menschheitsentwicklung unserer Zeit, die in der Bibel angekündigt wird. Wenn Sie also den Hintergrund für dieses abscheuliche Geschehen erfahren wollen und ernsthaft nach den Absichten des einzig lebendigen und unsichtbaren Gottes fragen,
lesen Sie weiter! (bitte anklicken) [aktualisierte Fassung!]

 


Ältester Paulus-Brief entdeckt

[kna] Wien - Wissenschaftler haben in Wien die bislang älteste Handschrift für den Hebräer-Brief des Apostels Paulus entdeckt. Der ägyptische Papyrus stammt aus der Zeit vor dem Jahr 500. Er wurde von dem jungen griechischen Wissenschaftler Amphilochios Papathomas in der Wiener Nationalbibliothek gefunden. Der Papyrologe kam dem Text-Fragment durch EDV-gestützte Textvergleiche auf die Spur. Der Wortlaut entspricht genau dem offiziellen Bibeltext der christlichen Kirchen. Der dem Apostel Paulus zugeschriebene Hebräer-Brief stammt aus dem ersten Jahrhundert nach Christus. Er gilt als seelsorglich begründete Mahnrede an verunsicherte Christen in Israel, vermutlich auch in Rom. [Buchtipp: 6000 Jahre und ein Buch, Verlag oncken, ISBN 3-7893-7196-3]

 


(cn = Christadelphian Nord-News, kna = Katholische Nachrichtenargentur, mt = Münsterländische Tageszeitung, Cloppenburg, idea = Evangelische Nachrichtenagentur idea)

 


 

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