Schriftlese: Römer 5
Erlebten Sie auch schon Situationen, die Sie bitter bereuten? Kann es sein, daß Sie etwas gesagt oder getan haben, was Ihr Leben völlig veränderte? Kennen Sie Augenblicke, von denen Sie sich wünschten, sie wären nie passiert oder sie könnten rückgängig gemacht werden?
Sehen wir uns zwei Ereignisse aus der Bibel an, die dazu führten, daß sich das Lebensziel der Menschen radikal änderte:
Der Anfang
Nachdem Gott den Menschen - Adam - erschaffen hatte, pflanzte er auch einen vorbildlichen Garten in Eden. Er setzte Adam hinein und übertrug ihm die Verantwortung für Seine wunderbare Schöpfung. Die Menschen sollten diesen Garten hegen und pflegen (1.Mose 2,7.15). In diesem Garten wuchsen allerlei Sträucher und Bäume. Sie waren lieblich anzusehen und trugen gute Früchte. Doch noch etwas tat Gott in wohlüberlegter Absicht: Mitten hinein in all die herrliche Schönheit der Welt, die Er erschaffen hatte, pflanzte Er auch zwei auffallende Bäume: Den Baum des Lebens und den Baum der Erkenntnis des Guten und Bösen (1.Mose 2,9).
Gott erlaubte dem Menschen, von allen Bäumen des Gartens zu essen, bis auf eine Ausnahme: Vom Baum der Erkenntnis des Guten und des Bösen sollte er nicht essen! Für den Fall der Mißachtung Seiner Anordnung drohte eine harte Strafe. Er warnte Adam: "Welches Tages du davon ißt, mußt du unbedingt sterben!" (1.Mose 2,17). Für Adam stellte dieses Verbot kein Problem dar. Er hatte in Hülle und Fülle zu essen. Er litt keine Not!
So lebte er glücklich und zufrieden. Doch leider konnte er mit niemandem über seine freudigen Empfindungen reden. Es fehlte ihm ein Gesprächspartner. Darum erschuf Gott für Adam eine Gehilfin - Eva. Gott nahm den Grundwerkstoff für Eva aus Adams Körper. Die beiden zusammen, Mann und Frau, sollten ein Wesen - den Men schen - bilden! Als Adam die Frau sah, rief er freudig aus: "Das ist nun Bein von meinem Bein und Fleisch von meinem Fleisch" (1.Mose 2,23). Adam und Eva gehörten für immer zusammen. Sie führten ein unbeschwertes Leben. Sie hatten keine Kleidungs-, Nahrungs- und Wohnungssorgen. Sie konnten sich an der wunderbaren Schöpfung Gottes erfreuen und hatten harmonische Gemeinschaft miteinander und mit allen Tieren! Sie lebten im wahrsten Sinn des Wortes im Paradies! Die Fruchtbarkeit im Paradies oder dem Garten Eden war unbeschreiblich, ebenso der Reichtum an Pflanzen und Tieren. Hier lebten Adam und Eva glücklich miteinander und in völliger Harmonie mit Gott.
Gott sah alles an, was Er gemacht hatte, und es war alles sehr gut. Es war wirklich alles sehr gut: Die Sonne, die Erde, das Meer, die Bäume, die Blumen und die Tiere. Außerdem gab es das glückliche Menschenpaar, das stattlich und schön und voll Unschuld war und sich ehrfürchtig vor Gott, seinem Schöpfer, beugte.
Adam und Eva verbrachten die Tage im Garten Eden zweifellos äußerst glücklich und zufrieden. Die beiden hatten keine einzige Sorge und fühlten sich außerordentlich wohl. Beide waren voller Lebensfreude und gesund. Die Arbeit empfanden sie als angenehm und leicht wie ein Spiel. Es wucherte noch kein Unkraut. Dornen und Disteln belästigten sie nicht. Sie könnten heute noch in dieser Harmonie ungetrübt durch Streit, Schmerzen, Krankheit und Tod in diesem wunderschönen Park leben, wenn...
Die Entscheidung
Ja, Adam und Eva, vielleicht sogar alle ihre Nachkommen einschließlich uns, könnten heute noch in paradiesischem Zustand leben, wenn sie nicht eines Tages vor eine bedeutsame Ent scheidung gestellt worden wären. Diese Entscheidung erwies sich als der Wendepunkt in ihrem Leben. Von dieser Stunde an war alles völlig verwandelt. Versuchen wir einmal, Evas Gedanken von damals nachzuvollziehen:
Eines Tages stand Eva vor dem Baum der Erkenntnis des Guten und des Bösen. `Weshalb nur hatte Gott diesem Baum einen solch sonderbaren Namen gegeben?', könnte sie gedacht haben. Weshalb sollten sie davon nicht essen? Die Früchte dieses Baumes sahen doch so gut aus (1.Mose 3,6). Konnte es sein, daß ihnen Gott, der ihnen doch sonst alles geschenkt hatte, etwas vorenthalten wollte? Hatte Gott wirklich verboten, von diesem Baum zu essen? Hatte Adam Gottes Worte vielleicht falsch verstanden? Fragen über Fragen durchströmten Evas Gedanken. Zweifel stiegen in ihrem Herzen auf. Gott hatte angekündigt, daß sie sterben müßten, wenn sie von diesem Baum essen. Stimmt das wirklich?
Genau diese Frage richtete die Schlange an Eva: "Hat Gott wirklich gesagt, ihr dürft nicht essen von allen Bäumen im Garten?" (1.Mose 3,1). Eva antwortet: "Wir essen von der Frucht der Bäume im Garten; aber von der Frucht des Baumes mitten im Garten hat Gott ge sagt: `Esset nicht davon und rühret sie auch nicht an, damit ihr nicht sterbet!" (1.Mose 3,3). Doch die Schlange redete weiter: "Ihr werdet sicherlich nicht sterben! Sondern Gott weiß: welches Tages ihr davon esset, werden eure Augen aufgetan und ihr werdet sein wie Gott und wissen, was gut und böse ist" (1.Mose 3,4.5). Eva mag überlegt haben: `Wenn nun die Frucht des Baumes tatsächlich klug machte und sie dann zwischen Gut und Böse unterscheiden könnte? Wäre das nicht vorteilhaft?' Eva wurde neugierig! Sie konnte einfach nicht widerstehen! Das Verlangen, von den Früchten dieses Baumes zu kosten, nahm um so mehr zu, je mehr ihr bewußt wurde, daß Gott ihnen diese Früchte verboten hatte.
Die Versuchung war größer als Evas Widerstand. Und dann geschah es: Sie streckte die Hand aus, pflückte die Frucht und aß, und sie gab auch ihrem Mann, der bei ihr war, und er aß (1.Mose 3,6).
Doch was Gott sagt und gebietet, das gilt! Er ist zwar voller Liebe, aber auch absolut gerecht! Er hält Sein Wort! Und nun begann auch die Frucht des Baumes der Erkenntnis des Guten und Bösen zu wirken. Plötzlich ging eine Veränderung in Adam und Eva vor: Sie wurden gewahr, daß sie nackt waren. Sie erkannten ihre Sünde! Sie schämten sich plötzlich voreinander und vor Gott. Sie machten sich Schürzen aus Feigenblättern und versteckten sich vor Gott (1.Mose 3,7.8). Sie hatten plötzlich Angst. Eine zuvor nicht gekannte Bangigkeit erfüllte ihr Herz.
Plötzlich fürchteten sie Gott (1.Mose 3,10). Die einstige völlige Harmonie war zerstört! `Oh, hätte ich nur nie von diesem Baum gegessen!', wird Eva gedacht haben. `Kann man das Geschehene denn nicht rückgängig machen?' `Wenn doch noch einmal alles von vorn beginnen könnte!', dachte wohl auch Adam. `Jetzt sind wir klüger. Jetzt würden wir eine solche Versuchung vermeiden und diesen Baum in einen großen Bogen umgehen!' Doch es war zu spät!
Wir Menschen können die Zeit nicht zurückdrehen, so gern wir das manchmal wünschten. Wir können Geschehenes nicht ungeschehen machen. Oft gibt es ein "Zu spät". Eine verpaßte Chance kommt selten wieder. `Adam und Eva hätten Gott gehorchen sollen', denken wir manchmal, `dann ginge es uns heute wohl besser'. Aber - hätten wir der Versuchung widerstehen können?
Geht es uns in unserem Leben nicht oft genau so wie Eva und Adam? Wir wissen, daß man dies oder jenes nicht tun sollte. Man überlegt und prüft. Dann macht man doch den Fehler. Und wir bereuen ihn später. Das Verlangen des Fleisches setzt sich durch gegen das bessere Wissen des Geistes. Der Apostel Paulus zählt die Werke des Fleisches auf: "Unzucht, Unreinigkeit, Ausschweifung, Götzendienst, Zauberei, Feindschaft, Hader, Eifersucht, Zorn, Zank, Zwietracht, Spaltungen, Neid, Trunkenheit, Gelage und dergleichen" (Gal 5,19-21). Ist das nicht wie ein Spiegel, den man uns vorhält? Das eine oder andere dieser Liste der "Werke des Fleisches" trifft auch uns, jeden von uns. Sind wir besser als Adam und Eva? Nein! Der Apostel Paulus stellt fest:
"Darum, gleichwie durch einen Menschen die Sünde in die Welt gekommen ist und durch die Sünde der Tod, und also der Tod zu allen Menschen hindurchgedrungen ist, indem sie alle gesündigt haben..." (Röm 5,12).
Was Adam und Eva taten, betrifft uns alle. Auch wir handeln gegen besseres Wissen Gottes Anordnungen zuwider!
Die Strafe
Gottes Urteil ist niederschmetternd. Er hatte es Adam und Eva zwar angedroht, doch erst jetzt merkten sie, wie ernst die Lage wurde. Zu Eva sprach Gott:
"Ich will dir viele Schmerzen durch häufige Empfängnis bereiten, mit Schmerzen sollst du Kinder gebären; und du sollst nach deinem Manne verlangen, er aber soll herrschen über dich!" (1.Mose 3,16).
Zu Adam sprach Gott:
"Weil du der Stimme deines Weibes gehorcht hast und von dem Baum gegessen, davon ich dir gebot und sprach: `Du sollst nicht davon essen', so sei der Erdboden verflucht um deinetwillen; mit Mühe sollst du dich davon nähren dein Leben lang. Dornen und Disteln soll er dir tragen, und du sollst das Gewächs des Feldes essen. Im Schweiße deines Angesichts sollst du dein Brot essen, bis daß du wieder zur Erde kehrst, davon du genommen bist; denn du bist Staub und kehrst wieder zum Staub zurück!" (1.Mo se 3,17-19).
Das war das Urteil: Adam und Eva mußten den Garten Eden verlassen. Vorbei war das unbeschwerte, sorgenfreie Leben ohne mühevolle Arbeit, Krankheit und Tod. Die beiden fielen zwar nicht sofort tot um. Doch das Todesurteil trat dennoch in Kraft! Ein Leben lang mußten sie nun ums Überleben kämpfen, für Nahrung, Kleidung, Behausung und Gesundheit sorgen. Doch das Ende all dieser Bemühungen war der Tod! Der Zugang zum "Baum des Lebens" wurde von Gott versperrt (1.Mose 3,22-24).
Das hört sich bis jetzt wie eine interessante Geschichte an. Doch es ist keine Geschichte. Es ist unsere Lebensrealität! Weil wir alle gesündigt haben, sieht unser Leben genau so aus, wie es Gott Adam und Eva und allen ihren Nachkommen angekündigt hatte.
Ist das nicht trostlos? Gibt es keine Hoffnung? Gibt es keinen Ausweg aus diesem Dilemma? Kann man nicht noch einmal von vorn anfangen?
Kann man nicht noch einmal von vorn anfangen?
Ja, das wäre der Ausweg: Ein neuer Anfang! Wenn alles noch einmal beginnen könnte mit der Menschheit, das wäre sicherlich vorteilhaft. Wäre es das wirklich? Sind wir sicher, daß wir Menschen dann nicht den gleichen Fehler begehen würden? Wie oft haben wir uns schon vorgenommen, ab sofort alles besser zu machen. Und was wurde aus diesem Vorsatz?
Zugegeben, in einzelnen Punkten haben wir uns zum Guten gebessert! Aber insgesamt war unser Streben nicht wirkungsvoll genug. Wir haben nicht konsequent genug immer nur das Gute getan! Die Menschheitsgeschichte beweist, daß wir Menschen nicht besser geworden sind. Im Gegenteil! Der Apostel Paulus schildert das Verhalten der Menschen, die später leben werden, mit Eigenschaften, die auf viele unserer heutigen Mitmenschen zutreffen:
"Das aber sollst du wissen, daß in den letzten Tagen schwere Zeiten eintreten werden. Denn die Menschen werden selbstsüchtig sein, geldgierig, Prahler, Übermütige, Lästerer, den Eltern ungehorsam; undankbar, gottlos, lieblos, unversöhnlich, Verleumder, unenthaltsam, zuchtlos, dem Guten feind; treulos, leichtsinnig, aufgeblasen, die das Vergnügen mehr lieben als Gott" (2.Tim 3,1-4).
Trifft diese Charakterbeschreibung nicht genau auf die Mehrheit unserer Mitmenschen - hoffentlich nicht auf uns selbst - zu? Heißt das, daß Gottes "Krönung der Schöpfung" - der Mensch - versagt hat? Oder hat etwa Gott selbst versagt? Sein bestes Geschöpf endet so kläglich im Tod. War das Gottes Absicht? Gibt es daraus wirklich keinen Ausweg?
Doch, es gibt einen Ausweg! Es gibt eine Lösung dieses Problems! Diese Lösung wurde von Gott bereits vor Grundlegung der Welt vorgesehen. Er hat einen Erlöser für die gefallene Menschheit geplant, bevor Eva nach der Frucht des verbotenen Baumes griff! Gott hat einen neuen Anfang geplant und für nachdenkliche Menschen vorgesehen. Schon Adam und Eva wurde dieser neue Anfang als Rettung aus ihrer neuen, kläglichen Lebenssituation angeboten. Und wie ihr zweiter Sohn Abel durch sein Opfer demonstrierte, haben Adam und Eva Gottes Plan zur Erlösung der sündigen Menschen erkannt und sogar ihren Kindern weitervermittelt (1.Mose 4,3-7).
Aber gehen wir der Reihe nach vor, um Gottes Heilsangebot an nachdenkliche Menschen durch einen neuen Anfang besser verstehen zu lernen:
Gottes bietet einen neuen Anfang an
Gottes Schöpfung war durch den Sündenfall nicht mißlungen! Sie ist nach wie vor sehr gut. Der Allwissende hatte vorausgesehen, daß die Menschen Sein Gebot übertreten, daß sie sündigen werden. Darum ist Er ja der allwissende, vorausschauende, gerechte, aber auch liebevolle Schöpfer! Das ist seine Genialität: Er sah - noch ehe Er das erste Wort "Es werde..." geäußert hatte - den Sündenfall der Menschen voraus. Warum hat Er den Menschen dennoch so geschaffen?
Weil der Kernpunkt Seiner Schöpfung nicht der Mensch, sondern der Erlöser der Menschen, der "Gesalbte Gottes" (deutsch), der Messias (hebräisch) oder Christus (griechisch) ist! Im Hinblick auf Seinen Sohn hat Gott alles geschaffen! Er will erreichen, daß nachdenkliche Menschen ihre Sünden-Schuld einsehen und freiwillig zum Schöpfer umkehren. Wir sollen Seine Liebe zu Seinen Geschöpfen erkennen. In Gottes Plan war der Erlöser für die gefallenen Menschen der "Anfang aller Werke Gottes" (Offbg 3,14)! Im Hinblick auf diesen Erlöser hat Gott Seine Schöpfung begonnen, obgleich dieser Heiland erst viel später durch Gottes Geist gezeugt und von Maria geboren wurde.
Gott kündigte diesen Erlöser schon Adam und Eva an. Die Worte klingen zwar für uns heute etwas seltsam, weil sie in der bilderreichen Sprache des Orients formuliert sind. Dennoch können wir daraus erkennen, was Gott meinte. Zur Schlange, durch deren Verhalten Eva zum Ungehorsam und zur Sünde angeregt worden war, sagte Gott:
"Ich will Feindschaft setzen zwischen dir und dem Weibe, zwischen deinem Samen und ihrem Samen; derselbe soll dir den Kopf zertreten und du wirst ihn in die Ferse stechen" (1.Mose 3,15).
Das ist die erste Verheißung, die erste Ankündigung des Erlösers. Ein besonderer "Same (= Nachkomme) des Weibes" wird eines Tages dem Schlangensamen den Kopf zertreten. Die Schlange und ihre Nachfahren sind seit der Zeit des Garten Eden ein Symbol für die Verführung der Menschen zur Sünde. Diese "Schlange" wird zwar dem besonderen Nachkommen des Weibes Schaden zufügen, ihn aber nicht für immer vernichten. Doch er, der Nachkomme der Frau, wird diese "Schlange" endgültig vernichten. Erst dann wird die Feindschaft aufgehoben sein und ein neuer An fang ermöglicht werden.
Der "Weibessame", der Nachkomme einer von Gott auserwählten Frau, wird den menschlichen Ungehorsam und damit die Feindschaft wider Gott durch absoluten Gehorsam gegenüber Gottes Wort überwinden und all die Menschen vom endgültigen Todesurteil erlösen, die an ihn glauben.
Gott will nicht, daß die Menschen leiden und sterben. Es war nicht Sein Wille, daß Adam und Eva und alle ihre Nachkommen leiden und schließlich vergehen sollten. Er wußte jedoch, daß wir ohne den Tod vor Augen niemals die ganze Bedeutung Seiner Liebe lernen. Erst das Erkennen unseres Verlorenseins zeigt uns den Wert Seines Heilsangebotes! Erst wenn wir den Tod vor Augen haben, lernen wir das ewige Leben schätzen!
Das ist Gottes Angebot für einen neuen Lebensanfang! Dieses Angebot - bereits im Garten Eden ausgesprochen - gilt auch für uns heute noch! Wünschen wir ein Leben frei von Gewalt und Ungerechtigkeit, frei von Angst, Schmerzen, Krankheit und Tod? Können wir uns das überhaupt vorstellen? Ein Leben in völliger Harmonie mit Gottes Schöpfung und mit dem allmächtigen Schöpfer müßte wie das Leben im Paradies sein! Klingt das nicht unglaublich? Es klingt so, aber es ist dennoch wahr. Es ist Gottes Angebot an uns Menschen: Der neue Anfang!
Jesus Christus, der neue Anfang
Sie haben es längst gemerkt, wer dieser Erlöser in Gottes Heilsplan ist, durch den uns der liebevolle Vater im Himmel einen neuen Lebensanfang schenken möchte: Es ist Jesus, der eingeborene Sohn Gottes.
Jesus Christus hat Gottes Heilsabsicht mit den unvergeßlichen Worten zusammengefaßt:
"Denn also hat Gott die Welt geliebet, daß er seinen eingeborenen Sohn gab, auf daß jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren gehe, sondern ewiges Leben habe" (Joh 3,16).
Das ist unsere einzige Chance. Es gibt keine andere, um dem Tod zu entrinnen. Durch unseren Glauben an den Erlöser Jesus Christus und durch unsere Bereitschaft, Gottes und Jesu Worte zu befolgen, bietet sich uns ein neuer Lebensanfang!
Wie ist das möglich? Der Apostel Paulus erklärt es uns:
"Aber mit dem Fehltritt verhält es sich nicht so wie mit dem Gnadengeschenk! Denn wenn durch des einen Sündenfall die Vielen gestorben sind, so ist noch viel reichlicher die Gnade Gottes den Vielen zuteil geworden, nämlich die in dem einen Menschen Jesus Christus aus Gnaden geschenkte Gabe. Und mit dem Geschenk verhält es sich nicht so, wie bei der Sünde des Einen. Denn das Urteil erging wegen des Einen zur Verurteilung; die Gnadengabe aber, veranlaßt durch viele Sündenfälle, führt zur Rechtfertigung. Denn wenn um des Sündenfalls willen des Einen der Tod zur Herrschaft kam durch den Einen, wie viel mehr werden die, so da empfangen den Überfluß der Gnade und der Gabe der Gerechtigkeit, im Leben herrschen durch den Einen, Jesum Christ! Also wie der Sündenfall des Einen zur Verurteilung aller Menschen führte, so wird auch durch Eines Gerechtigkeit allen Menschen das Leben geschenkt" (Röm 5,15-18).
Gott ist Liebe (1.Joh 4,16)! Er ist voller Mitgefühl, gnädig, voller Geduld und Güte. Er liebt uns! Doch Gott möchte uns nicht die Willens- und Entscheidungsfreiheit nehmen. Gott wollte keine geistlosen Automaten schaffen. Vielmehr ist Er dabei, aus uns Ihm gleichgesinnte Wesen zu erziehen, falls wir das wollen. Während dieses Prozesses müssen wir Menschen lernen, daß unsere Lebensweise, die sich nach unseren Gefühlen, unseren Wünschen, nach den "Begierden unseres Fleisches" (Gal 5,19-24) richtet, der Weg ist, der zu Unglück und Elend führt.
Obwohl die Menschheit im wesentlichen durch eigene freie Entscheidung von Gott abgeschnitten ist, wollte Gott den einzelnen Menschen den Zugang, die Rückkehr zu Ihm ermöglichen. Durch den "anderen Adam" (1.Kor 15,45-57), den Messias Jesus Christus, hat jeder einzelne Mensch jetzt persönlich die Möglichkeit, ein neues, besseres Leben mit Gott zu beginnen. Wir können durch Jesus Christus "Gottes Kind" werden, und Er ist dann unser "Vater im Himmel". Ist das nicht wirklich ein neuer Anfang?
Durch unseren Glauben an Gottes Wort und an Seinen Sohn Jesus Christus will uns Gott unsere Sünden vollständig vergeben, und wir können die Gnadengabe des ewigen Lebens erhalten (Röm 6,23). Der Apostel Paulus schreibt diese Tatsache den Gläubigen zu Korinth mit den Worten:
"Da nämlich durch einen Menschen der Tod kam, so kommt auch die Auferstehung der Toten durch einen Menschen; denn gleich wie in Adam alle sterben, also werden auch in Christo alle lebendig gemacht werden. Ein jeglicher aber in seiner Ordnung: Der Erstling Christus; darnach, die Christo angehören bei seiner Wiederkunft" (1.Kor 15,21-23).
Darum ist Jesus vor nahezu 2000 Jahren durch Gottes Geist gezeugt und von Maria geboren worden (Gal 4,4-7). Er kam als "das Opferlamm Gottes", um die Sünden der Welt zu tragen und Heil für alle jene zu bringen, die sein Opfer annehmen und an ihn glauben. Das ist Gottes Gnadenangebot an uns, daß wir durch Glauben gerettet werden können! Darum schreibt der Apostel Paulus den Gläubigen zu Galatien, und das gilt auch noch für uns heute:
"Christus hat uns losgekauft von dem Fluche des Gesetzes, damit, daß er ein Fluch für uns ward; denn es steht geschrieben: `Verflucht ist jeder, der am Holze hängt', auf daß zu den Heiden der Segen Abrahams käme in Christo Jesu, auf daß wir die Verheißung des Geistes empfingen durch den Glauben" (Gal 3,13.14).
"Denn ihr alle seid Gottes Söhne (Kinder) durch den Glauben und seid es in Christo Jesu" (Gal 3,26).
Gott beobachtet immer noch die Entwicklungen hier auf der Erde. Noch hält Er sich im Hintergrund und läßt die Menschen ihre Wahl treffen - damit sie ihren Lernprozeß vollenden und einsehen, wie falsch die Wege, die ihnen richtig erscheinen, in Wahrheit sind. Mit Jesus Christus zur Rechten wartet Gott, bis die Sünde (gottloses Wesen) ihren vollen Lauf genommen hat, bis der Punkt erreicht ist, an dem die Menschheit alles Leben auslöschen würde. Erst dann greift Gott ein (Offbg 19,11-16; Matth 24,29-36). Genau dann wird Gott Jesus Christus als "König aller Könige und Herr aller Herren" auf die Erde zurückschicken, damit er der üblen Menschenherrschaft ein Ende setzt und Gottes Regierung auf Erden aufrichtet. Darum beten wir im Vaterunser: "Dein Reich komme! Dein Wille geschehe wie im Himmel also auch auf Erden!"
Das ist Gottes Angebot an jeden einzelnen von uns:
Ein neuer Anfang durch Jesus Christus. Er ist der Weg, die Wahrheit und das Leben! (Joh 14,6).
Nun liegt es an uns:
Wählen wir Gottes angebotenen neuen Anfang in Jesus Christus? Lieben wir die Lüge mehr als die Wahrheit des Wortes Gottes? Lieben wir unser jetziges Dasein mehr als das ewige Leben? Wir müssen uns entscheiden: Entweder - oder ...
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